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Rollstuhlbasketball Achim Lions 05.02.2020 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Achim Lions weiterhin Tabellendritter

TSV-Rollis mit Sieg und Niederlage in Meppen

Unterm Strich haben die Rollstuhlbasketballer der TSV Achim Lions beim sonntäglichen Ausflug ins Emsland ihr Ziel erreicht. Gegen den Tabellenletzten aus Isernhagen wurden mit einem 53:40-Erfolg die anvisierten zwei Punkte eingefahren und gegen das Spitzenteam des Gastgebers trotz deutlicher 30:64-Niederlage eine ordentliche Leistung abgeliefert. Somit verteidigten die heimischen Korbjäger bei noch zwei ausstehenden Spielen den dritten Rang in der Regionalliga Nord.

Dass trotzdem nicht nur eitel Sonnenschein in Reihen der Weserstädter herrschte, hing hauptsächlich mit der Leistung im ersten Spiel gegen die Rolling Chairs Isernhagen zusammen. „Das war zu großen Teilen echt indiskutabel, was wir da abgeliefert haben. Nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, haben wir auf dem Parkett umgesetzt. Verbunden mit einer mangelhaften Einstellung gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner können wir froh sein, dass wir im letzten Viertel noch unseren Kopf aus der Schlinge ziehen konnten.“, war Teamchef Nico Röger nach der Partie trotz des Sieges nicht nach Freude zumute. Eine 22:19-Führung zur Halbzeit drehte der Gegner vor dem letzten Viertel in einen eigenen 31:29-Vorsprung, bevor die Lions im letzten Abschnitt mit einem Kraftakt und dank nachlassender Kräfte beim Kontrahenten, der bereits sein zweites Spiel absolvierte, nach und nach zum 53:40-Endstand davonziehen konnten.

Nachdem sich die Achimer kurz erholen und notwendigerweise auch aussprechen konnten, folgte direkt im Anschluss die Begegnung gegen die Emsland Rolli Baskets. Die Vorzeichen waren diesmal andere, gingen die Meppener doch als klarer Favorit ins Match. „Unser Minimalziel war, dass wir diesmal eine deutlich bessere Leistung als im Hinspiel abliefern, als wir uns den Emsländern quasi wehrlos ergeben haben. Dies haben wir auf jeden Fall erreicht, auch wenn das Ergebnis eine klare Sprache spricht.“, so der Spielertrainer später. Von Beginn an wurde der Kampf angenommen und adäquat auf die erwartete Pressverteidigung der Meppener reagiert – und wären die Lions unter dem gegnerischen Korb etwas treffsicherer gewesen, hätte das Schlussresultat sicherlich noch etwas freundlicher ausgesehen. Somit war zur Halbzeitpause bei 17:36 das Spiel bereits vorentschieden, bis zum Abpfiff allerdings warf Achim trotz anwachsenden Rückstandes alles in die Waagschale und gab sich nie auf.

„30:64 verloren, hört sich erstmal schlimm an, aber aus diesem Spiel können wir auch eine Menge Positives mitnehmen. Es ist schon ein wenig paradox, dass wir das aus dem gewonnenen Spiel überhaupt nicht können. Heute war wieder mal deutlich zu sehen, was Kampf, Leidenschaft und die richtige Einstellung bewirken können – und was dabei rauskommt, wenn man diese Tugenden nicht zeigt.“, zeigte sich Röger am Ende des Tages wieder etwas versöhnlich. „Ein Extralob geht ausdrücklich an unsere beiden Lowpointer Jana Bozek und Petrit Mucaj, beide mussten fast durchspielen und haben einen super job für die Mannschaft gemacht.“

Nun haben die TSV Achim Lions mit sieben Siegen aus zwölf Partien weiter die Chance, ihre zweite Spielzeit in der Regionalliga als Tabellendritter abzuschließen. Dazu müssen allerdings zum Saisonabschluss am 22.03. in heimischer Halle noch Punkte eingefahren werden. Kein einfaches Unterfangen, sind doch der Verfolger aus Rostock/Stralsund und der etwas überraschende Tabellenführer aus Oldenburg dann die Kontrahenten. Mit der richtigen Einstellung sollte aber auch dabei etwas Zählbares herausspringen. (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 22.01.2020 von Nico röger

Dämpfer für die Achimer Lions

Rollstuhlbasketballer mit Heimniederlage gegen Hamburg

Die TSV Achim Lions mussten sich am Samstagabend im Heimspiel gegen die BG Baskets Hamburg III mit 45:50 (19:22) geschlagen geben. Somit belegen die Korbjäger zwar weiterhin den dritten Platz in der Regionalliga Nord, haben nun aber die Konkurrenz ganz dicht im Nacken.

Nach Abpfiff der zum Ende hin hochspannenden Partie war neben der Enttäuschung auch etwas Ratlosigkeit in den Gesichtern der Achimer zu beobachten. „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt. Vor vier Wochen im Hinspiel haben wir die Hamburger recht gut im Griff gehabt, dazu waren wir heute nominell eigentlich noch stärker besetzt. Glückwunsch selbstverständlich an den Gegner – die haben aus ihren Möglichkeiten das Optimum rausgeholt, das ist uns leider überhaupt nicht gelungen.“, so ein ernüchterter Spielertrainer Nico Röger nach dem Spiel.

Ging es zu Beginn noch munter hin und her, ahnte noch niemand, dass die 6:4-Führung (3.Minute) der letzte Achimer Vorsprung für ganz lange Zeit sein sollte. Hamburg setzte sich Korb für Korb ab und bei den Lions fiel der Ball einfach nicht durch die Reuse. Nach dem ersten Viertel (9:15) fingen sich die heimischen Rollis wieder etwas, sodass man zur Halbzeit wieder auf Schlagdistanz (19:22) war. Davon ließ der Gast sich allerdings nicht beeindrucken, durch drei schnelle Körbe nach der Pause zogen die Baskets wieder auf neun Punkte davon. Achim aber blieb seinerseits dran, holte Punkt für Punkt auf und eroberte Mitte des abschließenden Viertels plötzlich sogar die Führung (43:40, 35.Minute). Doch wer nun dachte, die Lions nutzen das Momentum und gewinnen an Sicherheit im eigenen Spiel, sah sich getäuscht. In den letzten fünf Minuten trafen bis auf eine Ausnahme nur noch die Hamburger, während der Gastgeber in seinen Aktionen mit jedem Gegentreffer hektischer und fahriger wurde. Demzufolge stand letztlich eine recht unnötige, aber nicht unverdiente 45:50-Niederlage zu Buche.

Am ersten Februar-Sonntag haben TSV Achim Lions die nächste Gelegenheit, wieder wichtige Punkte zu erkämpfen. In Meppen geht es dann gegen die Emsland Rolli Baskets sowie die Rolling Chairs Isernhagen. (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 08.01.2020 von Nico röger

Achim Lions punkten zum Jahresabschluss

Auswärtssieg in Hamburg veredelt gelungene Hinrunde
Die Rollstuhlbasketballer des TSV Achim haben sich kurz vor Weihnachten mit einem Sieg bei den BG Baskets Hamburg III beschenkt und überwintern mit nun 12:6 Zählern in der Spitzengruppe der Regionalliga Nord. Beim klaren 58:47-Erfolg konnten sich zudem alle Spieler und Spielerinnen der Lions in die Scorerliste eintragen.

„Das war heute eine sehr gute Teamleistung, alle haben sich gut eingebracht und zum Sieg beigetragen. Diese positiven Attribute gilt es mit in das kommende Jahr zu nehmen. In den restlichen fünf Partien wollen wir möglichst viele Punkte holen, um auch am Ende der Spielzeit mit oben zu stehen. Dafür müssen wir nach der kurzen Weihnachtspause im Training wieder hart und engagiert arbeiten.“, so der an diesem Tag rundum zufriedene Spielertrainer Nico Röger.
Das Spiel wog in der Anfangsphase hin und her, keine Mannschaft konnte sich im ersten Viertel (12:11 für Achim) absetzen. In den zweiten zehn Minuten zogen die „Löwen“ aber Punkt um Punkt davon, um mit einem vorerst beruhigendem 29:21-Vorsprung in die Halbzeit zu rollen. Willkommende Auszeit übrigens für die Weserstädter, bei denen verletzungsbedingt die beiden Lowpointerinnen Jana Bozek und Steffie Tchorz die komplette Spielzeit absolvieren mussten. Allerdings hatten auch die Hamburger nicht alle Stammkräfte an Bord, sodass es hauptsächlich galt, deren starken Center in den Griff zu bekommen.
Anfang der zweiten Halbzeit war es dann Youngster Jannik Schwarmann vorbehalten, mit drei schnellen Körben auf 37:25 und somit die Weichen in Richtung Auswärtssieg zu stellen. Bei 45:34 ging es ins letzte Viertel, das punktemäßig schiedlich-friedlich ausgeglichen endete, sodass mit Schlusspfiff ein verdientes 58:47 für die Achimer Rollis zu Buche stand.

Am Samstag, dem 18.Januar, kommt es dann zum Rückspiel gegen die Hamburger Baskets. Um 18.00 Uhr am heimischen Arenkamp in Uphusen wollen die TSV-Korbjäger dann ihren Sieg bestätigen und die nächsten Punkte einfahren. (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 03.01.2020 von Nico röger

Neue Partner für die Lions!

Die erfolgreiche Arbeit auf den Platz wirkt sich auch neben den Court aus. Wir freuen uns auf weiteren Zuwachs im Sponsorenpool der Lions. Mit der Unterstützung sichern unsere Partner den Rollstuhlsport in Achim und machen diesen überhaupt erst möglich. Vielen Dank hierfür!!!

Informationen und Links, findet ihr hier: https://www.tsv-achim.de/rollstuhlbasketball-achim-lions/sponsoren. Schaut doch mal bei einen unserer Partner vorbei!

 

Vielen Dank an:

- EDEKA E-Center Schieweck, Bierdener Kämpe 1, 28832 Achim

- Gesundheitspartner "Bemer"

- Physiotherapie Praxis Jan Kahrs, Goethestraße 3, 28832 Achim

- "AXA" Udo Steding und den Büroservice Steding, Embser Landstrasse 19, 28832 Achim

 

 

Rollstuhlbasketball Achim Lions 03.01.2020 von Nico röger

ottobock stößt zum Sponsorenpool

Das neue Jahr fängt gut an! Ab 2020 stößt ein alter und zugleich neuer Bekannter im Sponsorenpool des TSV Achim Rollstuhlsport's dazu.Wir freuen uns, mit OTTOBOCK einen starken Partner für den Rollstuhlsport im Verein gewonnen zu haben. Vielen Dank für eurer Unterstützung!

Die Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH ist ein Vertriebsunternehmen der Otto Bock Unternehmensgruppe und vertreibt unter anderem Prothesen, Orthesen und Rollstühle. Bereits seit 1919 hat sich Ottobock dem Ziel, Menschen Mobilität zurückzugeben und Funktionen zu erhalten verschrieben. Mittlerweile ist das Unternehmen in über 50 Ländern weltweit vertreten. Bei den Paralympics 2016 stand beispielsweise ein 100-köpfiges Team aus Orthopädietechnikern, Rollstuhlspezialisten und Schweißern aus insgesamt 29 verschiedenen Ländern den Athleten mit Rat und Tat zur Seite. 

Schaut vorbei: https://www.ottobock.de/

Rollstuhlbasketball Achim Lions 03.01.2020 von Nico röger

Zwei Löwin zum deutschen Damen-Bundestrainer

Sportliches neues Jahr!

Kaum sind die Feiertage vorbei, geht es auch schon wieder rund. Die Lions starten zwar erst am kommenden Montag in das neue Jahr, zwei Löwinnen sind aber schon jetzt richtig aktiv. Damen-Bundestrainer Martin Otto hat zum ersten Selection Camp nach Bad Honnef geladen, vom 02. bis 05. Januar erfolgen die ersten Trainingseinheiten des paralympischen Jahres. Mit dabei ist u.a. Jana Bozek und ihre Teamkollegin aus der Mannschaft der TSV Achim Lions. Damit sind die Lions übrigens als einziges Regionalligateam vertreten – und das gleich doppelt. Wir wünschen Euch eine schöne Zeit und viel Erfolg. Bis Montag! (rc)

Hier geht`s zum offiziellen Bericht

https://teamgermany.net/2020/01/01/deutsche-damen-starten-ins-paralympische-jahr/

Rollstuhlbasketball Achim Lions 19.12.2019 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Achim Lions mit Sieg und Niederlage

Zwei weitere Punkte für TSV-Rollstuhlbasketballer

Licht und Schatten boten die Rollstuhlbasketballer bei ihrem Heimspieltag vergangenen Sonntag. Am Uphuser Arenkamp bekamen die knapp 100 Zuschauer um Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld zuerst eine etwas enttäuschende 26:45-Niederlage gegen den Aufsteiger RSC Oldenburg zu sehen, danach wurde allerdings der amtierende Meister aus Kiel mit 51:49 bezwungen. Somit befinden sich die heimischen Korbjäger mit fünf Erfolgen aus acht Spielen weiterhin im oberen Tabellenbereich der Regionalliga Nord.

„Der Wille war auf unserer Seite auf jeden Fall vorhanden, wir haben es aber leider nicht geschafft, unsere guten Vorsätze auf dem Parkett umzusetzen. Und mit 26 Punkten kannst Du natürlich kein Spiel gewinnen.“, war Spielertrainer Nico Röger nach Abpfiff klar, dass die erste Partie in den Oldenburgern den verdienten Sieger sah. Prägten die ersten Minuten noch Fehlwürfe auf beiden Seiten die Partie, konnte sich der Aufsteiger aus der Huntestadt bis zum Ende des ersten Viertels einen kleinen Vorsprung herausspielen (13:9). Zu diesem Zeitpunkt mussten sie schon ihren etatmäßigen Aufbauspieler faulbelastet vom Feld nehmen, allerdings konnten die Lions auch im weiteren Spielverlauf daraus kein zählbares Kapital schlagen. Äußerst korbarm ging es bis zur Halbzeit weiter – das 14:19 zum Pausentee war ein Beleg dafür, dass der Ball einfach nicht durch die Reuse fallen wollte. Deutlich besser machten es im zweiten Abschnitt die Oldenburger, die sich über 33:18 nach 30 Minuten einen letztendlich deutlichen 45:28-Sieg verdienten. „Wirklich schade, wir wollten unseren Zuschauern eigentlich ein anderes Gesicht zeigen. Aber Oldenburg war einfach wacher und agiler und besonders in der zweiten Halbzeit haben wir sie zu einfachen Punkten kommen lassen.“

Ein Beleg über die neue Ausgeglichenheit in der Liga war dann im zweiten Spiel des Tages der Sieg des Aufsteigers gegen den amtierenden Meister, die Kieler Wheeler. Diese waren dann anschließend Kontrahent der Achimer Lions, die nur zu gerne ihren überraschenden Erfolg aus dem Hinspiel wiederholen wollten. Kiel, im vergangenen Jahr noch verlustpunktfrei „durchmarschiert“, musste erneut auf ihren Top-Center verzichten, was den Weserstädtern natürlich in die Karten spielte. Es entwickelte sich ein ähnlicher Krimi wie im ersten Aufeinandertreffen, die einzelnen Viertel gestalteten sich allesamt sehr ausgeglichen - lediglich beim 16:25 fünf Minuten vor Halbzeit hatten sich die Ostseestädter einen größeren Vorsprung herausgeworfen, Achim konnte bis zur Pause allerdings wieder aufschließen (26:27). Dann ging es hin und her, keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen. Nicht nachlassend und mit der richtigen Einstellung gelang es schließlich den Lions, sich kurz vor Schluss eine 6-Punkte-Führung zu erarbeiten. Mit Glück und Geschick wurde diese ins Ziel gebracht und mit den Anhängern der 51:49-Sieg gefeiert.

„Wir wollten vor heimischem Publikum unbedingt Punkte holen und natürlich auch eine gute Leistung zeigen. Dies ist uns zumindest im zweiten Spiel gelungen. Die Unterstützung war wieder absolut großartig und hat uns gerade gegen Kiel zum Erfolg getrieben. Wir haben nun kommenden Sonntag noch in der Auswärtspartie gegen die BG Baskets Hamburg III die Möglichkeit, unsere gute Bilanz weiter zu verbessern. Mit der richtigen Einstellung wird uns das auch gelingen.“, ist sich Röger sicher, dass die Achimer zumindest an den Gegner keine Weihnachtsgeschenke verteilen werden. (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 13.12.2019 von Nico röger

Lions wollen zurück in die Erfolgsspur

 

RSC Oldenburg und Kieler Wheeler zu Gast am Arenkamp

Nach dem mehr als geglückten Saisonstart mit vier teils überraschenden Siegen gab es für die Rollstuhlbasketballer des TSV Achim am vergangenen Spieltag den ersten richtigen Dämpfer. Nun wollen die heimischen Korbjäger mit eigenem Publikum im Rücken wieder zeigen, dass sie zurecht einen Platz in der oberen Tabellenhälfte der Regionalliga Nord anpeilen. Kein leichtes Unterfangen, da sich auch alle anderen Konkurrenten weiterentwickelt und verstärkt haben – dies wird auch an den bisherigen Ergebnissen der Achimer Rollis deutlich. So wurde vor wenigen Wochen der letztjährige verlustpunktfreie Meister aus Kiel geschlagen, kurz darauf setzte es eine knappe Niederlage gegen das Damen Team Germany, das vergangene Saison nicht ein einziges Spiel siegreich gestalten konnte. Spannung und Spiele auf Augenhöhe sind also angesagt in dieser Spielzeit und die Lions wollen in ihrem zweiten Jahr in der dritthöchsten Spielklasse zumindest zeigen, dass sie mit den Spitzenteams mithalten können.

Um 11 Uhr geht es am Sonntag gegen das befreundete Team des RSC Oldenburg, das zwar gerade erst aufgestiegen ist, aber personell deutlich an Qualität dazugewonnen hat. Ihre ersten und bisher einzigen beiden Spiele konnten die Huntestädter gewinnen und Trainerfuchs Harald Fürup wird sich sicherlich die richtige Taktik zurechtgelegt haben, um auch die Achimer vor große Probleme zu stellen.

Nachdem mittags die beiden Gastmannschaften aufeinandertreffen, geht es für die Lions gegen 15 Uhr ins Aufeinandertreffen mit dem amtierenden Meister aus Kiel. Dieser sinnt garantiert auf Revanche für die Niederlage im ersten Spiel, in dem er allerdings auch nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Die Achimer ihrerseits werden alles daransetzen, den knappen Sieg vom Hinspiel zu wiederholen.

All dies geht nicht ohne Unterstützung der heimischen Fans und Zuschauer. Mit den bereitgelegten Klatschpappen möchten die Lions möglichst lautstark angespornt werden. Auch Achims Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Andreas Mattfeldt, der Bundestagsabgeordnete für die Landkreise Osterholz und Verden, haben ihr Kommen zugesagt. Ebenso sind u.a. der Behindertenbeauftragte der Stadt Verden und Vertreter des Vereins Gutskinder e.V. sowie von Mercedes Benz aus Bremen mit dabei.

In den Pausen werden fast schon traditionell die Tanzkrümel des TSV Achim für kurzweilige Unterhaltung sorgen, während Hallensprecher und Krimi-Autor („Polizeireporter Mike Staller“) Chris Krause mit seinen launigen Kommentaren für die nötigen Informationen vor und während der Spiele sorgen wird. (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 27.11.2019 von Nico röger

Achim Lions zurück auf dem Boden der Tatsachen

Achimer Kurier 26.11.2019

Geschenkter Tag für die Rollstuhlbasketballer der TSV Achim Lions: Beim Auswärtsspieltag in Osnabrück lief für den bisherigen Tabellenführer der Regionalliga Nord nicht viel zusammen. Gegen die Damen des Teams Germany verlor der TSV knapp, aber nicht unverdient und im Anschluss setzte es gegen den neuen Ligaprimus aus Meppen ein mehr als deutliches 21:67.

„So kurz nach Abpfiff fällt mir gar nicht viel ein, ich bin immer noch ein bisschen sprachlos ob der gezeigten Leistung. Fast unerklärlich, wie wir mit unserer eigentlich positiven Grundstimmung aus den ersten Spielen nun so eine blutarme Vorstellung abliefern konnten. Das müssen wir auf jeden Fall intern aufarbeiten, das war ganz eindeutig auch Kopfsache. Man hatte das Gefühl, dass wir überhaupt nicht richtig wach waren. In knapp drei Wochen bei unserem Heimspieltag können und werden wir uns so nicht präsentieren“, war es auch Spielertrainer Nico Röger in seiner ersten Stellungnahme ein Rätsel, wie es zu solch einem Auftritt kommen konnte.

Dabei begann der Tag für die heimischen Rollis gar nicht so schlecht. Gegen das Team Germany warfen sich die Achimer nach einer kurzen Phase des Abtastens eine 14:9-Führung nach zehn Minuten heraus. Dann aber gaben sie die Spielkontrolle an die Gegnerinnen ab, die nun mehr Druck ausübten und im Gegensatz zu den Weserstädtern deutlich treffsicherer waren. Bei 16:17 aus Achimer Sicht war die Partie gedreht, zur Halbzeitpause hieß es dann 20:25. Die Damen bauten auch in der Folge ihre Führung in aller Ruhe weiter aus, ließen die Lions aber in der Schlussphase noch einmal gefährlich nahe herankommen. Doch die letzte Chance zum Ausgleich und damit zu einer eventuellen Verlängerung blieb ungenutzt, sodass nach vierzig Minuten eine 47:49-Niederlage zu Buche stand. Der erste Saisonerfolg übrigens für die Kontrahentinnen, der allerdings nach Beendigung der Spielzeit wieder aus der Wertung genommen wird, da das Team außer Konkurrenz am Ligabetrieb teilnimmt.

Klatsche gegen Meppen

Mund abwischen und volle Konzentration auf das direkt folgende Spiel gegen die Emsland Rolli Baskets – so lautete anschließend die Devise für die TSV-Rollstuhlbasketballer. Die noch ausgeruhten Meppener zeigten aber direkt, dass sie keinen Zweifel darüber aufkommen lassen wollten, wer als Sieger vom Parkett rollen würde. Mit ihrer aggressiven Pressverteidigung stellten sie die Lions gleich zu Beginn vor große Probleme. Das Resultat: Über 8:0 und 14:3 ging es mit 16:7 aus des Gegners Sicht in die erste Viertelpause. Der Rest der Begegnung ist schnell erzählt: Nach einem 4:20 im zweiten Abschnitt gingen die Achimer mit einem klaren 11:36-Rückstand in die Halbzeit. Durch einen kleinen Lauf verkürzte das Röger-Team zwar noch auf 19:38 (26.), in der restlichen Spielzeit gelang aber auch nach taktischer Umstellung lediglich noch ein einziger Korberfolg durch Flügelspielerin Lena Wiemann. Stattdessen wurde den Emsländern und ihren agilen Centern im gleichen Zeitraum 29 Punkte gestattet. Das abschließende 21:67 auf der Anzeigetafel war Zeuge der Chancenlosigkeit an diesem Tag.

Die Lions wollen nun ihre Lehren aus dem enttäuschenden Spieltag ziehen und am 15. Dezember in der heimischen Arena in Achim-Uphusen wieder zu gewohnter Form finden. Mit Meister Kiel und dem starken Aufsteiger aus Oldenburg ist dann alles andere als Laufkundschaft zu Gast.

Rollstuhlbasketball Achim Lions 27.11.2019 von Nico röger

Sport mit und ohne Grenzen

Imke Wrage 25.10.2019 - Weserkurier

Es gibt Tage, sagt Kirsten Bruhn, an denen der Schmerz kaum auszuhalten ist. Tage, an denen sie weinen will, weil sie es so vermisst: Tanzen, die ganze Nacht, zu 80er oder 90er-Songs. Richtig ausflippen, so lange, bis die Füße brennen. Oder am Strand spazieren, mit den Zehen durch den Sand fahren. „Ich habe das so geliebt“, sagt Bruhn. Aber das war früher, in ihrem alten Leben. Damals konnte sie noch laufen.

In ihrem neuen Leben sitzt Kirsten Bruhn im Rollstuhl. Sie hatte einen Motorradunfall, 1991, damals war sie 21 Jahre alt. „Ein paar Sekunden können über ein ganzes Leben entscheiden“, sagt sie. „Auf einmal war nichts mehr wie es war.“ Seitdem ist die heute 49-Jährige querschnittgelähmt, kann ihre Beine nicht bewegen. Was sie aber trotzdem kann, sehr gut sogar, ist schwimmen. Bruhn ist Leistungsschwimmerin und eine der bekanntesten und erfolgreichsten Aktiven im deutschen Behindertensport. 2004, 2008 und 2012 gewann sie jeweils Gold im 100 Meter Brustschwimmen bei den Paralympischen Spielen. „Für viele ist das unvorstellbar“, sagt Bruhn. „Schwimmen mit gelähmten Beinen. Aber es geht, bloß mit anderer Technik.“

Bruhn ist eine von drei Sportlern, die am Freitagabend im WKCafé Weserstrand zu Gast waren, um über ihr Leben und ihre sportliche Karriere zu sprechen. „Grenzenlos: Wie Menschen mit Handicap zu Leistungssportlern werden“ lautete das Thema des ersten WK-Talks, einem neuen Gesprächsformat des WESER-KURIER, moderiert von Sportchef Mathias Sonnenberg. Eingeladen waren neben Kirsten Bruhn auch Rollstuhlbasketballer Nico Röger vom TSV Achim und Sandra Schwenke, Mutter und Trainerin von Mike Schwenke, einem Bremer Leichtathleten mit Downsyndrom. Sie alle haben eines gemeinsam: Sport ist – trotz Behinderung – das Zentrum ihres Lebens.

Auch Nico Rögers Leben hat ein Davor und ein Danach. Das Davor, sagt er, das ist sein Leben auf dem Fußballplatz, das Leben als ganz normaler Junge. Es endete, als er zehn Jahre alt war. „Am Samstag hab ich noch auf den Platz gestanden, am Montag war klar, dass ich nie wieder Fußball spielen kann.“ Wegen Knieschmerzen kam er ins Krankenhaus. Die Diagnose lautete Knochenkrebs. Knie und Unterschenkel seines rechten Beins mussten amputiert werden. „Da war dann erstmal dieses Loch“, sagt Röger.

Aber Röger ist keiner, der sich aufgibt. Er kämpft sich zurück, auch im Sport. Weil es damals wenig Alternativen für Menschen mit Behinderung gibt, fängt Röger mit Rollstuhlbasketball an. Seitdem ist er beim TSV Achim aktiv, hat zwischendurch in Hannover gespielt. In seinem Team spielen Menschen mit und ohne Handicap zusammen, darunter Männer und Frauen, Junge und Alte. „Das ist einfach mega cool", sagt Röger. "Genau so sieht Inklusion aus." Und klar, sagt er, gehe es auch bei den "Rollis" hart zur Sache. "Wir legen richtig los, geben Vollgas. Alles andere wäre halbherzig."

Auch Mike Schwenke, 21, ist einer, der immer Vollgas gibt. In der Leichtathletik ist er Allroundtalent. In Deutschland ist er vermutlich der einzige "Downi", sagt Sandra Schwenke, der Stabhochsprung betreibt. 2017 wurde er Behindertensportler des Jahres. „Der Mike, der ist 'ne richtige kleine Rampensau geworden." Doch der Weg dahin war hart. Als Schwenke ihren Sohn, damals sechs, im Sportverein anmelden will, bekommt sie reihenweise Absagen. "Das Problem waren nicht die Kinder", sagt Schwenke. "Es waren die Erwachsenen, die mit seiner Behinderung nicht umgehen konnten."

Mikes Leben hat kein Davor und Danach. Aber es hat etwas, das auch Bruhn und Röger kennen: Grenzen. Die haben mit ihrer körperlichen Einschränkung zu tun. „Viel aber auch mit der Gesellschaft“, sagt Bruhn. Lange hatte sie das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören. „Es ist ein anderes Leben mit Handicap, ja. Aber es ist lebenswert und selbstbestimmt. Davon will ich andere überzeugen.“

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