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Was heißt eigentlich EUMEL?

Was heißt eigentlich EUMEL?

Und was treiben wir?

Die „ EUMEL „ sind älter als ihr Name, aber was heißt eigentlich  „ EUMEL „?

Unser leider am 30. April 2003 verstorbene Gründer, Chef und langjährige Übungsleiter Hermann Voß hat nachgeforscht und bereits in den 90er Jahren den folgenden Bericht verfasst:

Laut Duden heißt EUMEL in der Jugendsprache: Unsympathischer Mensch oder Dummkopf. Mit dieser Version können wir uns natürlich nicht identifizieren, auch wenn wir uns meistens selbst nicht ernst nehmen. Hier daher eine ältere Deutung des Dudens: „ EUMEL „ heißt nichts Halbes und nichts Ganzes! Mit dieser Auslegung können wir gut leben und so verstehen wir uns auch.

Für die "mittelalterlichen" Männer gab es lange Zeit in unserem Verein kein reelles Angebot. Diagnose bei den meisten: Für das Leistungsturnen nicht mehr gut genug - für das Altersturnen zu unerfahren! Vor ca. 30 Jahren richteten wir deshalb eine sogenannte "Mittelriege" ein, in der diese "Typen" aufgefangen werden sollten. Die Mittelriege sollte räumlich und zeitlich mit dam Leistungs- und Altersturnen koordiniert werden, damit nach beiden Seiten hin Kontakte bestanden. Diese Maßnahme bewährte sich, die Mittelriege fand regen Zuspruch und traf sich einmal wöchentlich ( freitags ) in der Sporthalle der Realschule.

Nach weiteren Zugängen, vor allem aus der Gruppe der Neubürger, gewann Leiter und Initiator Hermann Voß den Eindruck, dass seine Mittelriege nur durch das überlieferte Geräteturnen nicht restlos zu begeistern war. Eine abwechslungsreiche Gymnastik, kleine und größere Spiele sowie verschiedene Formen des Zirkeltrainings lockerten den Betrieb auf. Man verschloss sich auch nicht dem Fußball - jahrzehntelang ein Reizwort für eingefleischte Turner! So merkwürdig es klingen mag: das Fußballspiel vor und nach dem eigentlichen Übungsbetrieb der Mittelriege sorgte für den endgültigen Durchbruch einer neuen Idee und eines neuen Namens!

Mittlerweile stießen mittelalterlichen Männer (50 - 60 Jahre) hinzu, die in ihrer Schulzeit zuletzt an Geräten geturnt hatten. Es waren äußerst sympathische Leute, die durch ein unkonventionelles Programm, einen ausgefallenen Namen und durch gesellige Angebote unbedingt gehalten werden sollten. Den Namen "EUMEL" schnappten wir von jungen Soldaten auf. Es war die Zeit, als auch der "Gilb" durch die Werbung geisterte - er mag eine ähnliche Bedeutung haben: nichts Halbes und nichts Ganzes. In das Übungsprogramm wurden einerseits Elemente der Trimmbewegung aufgenommen, andererseits sportlich noch sehr gefächert. Leichtathletik, Trampolinspringen, Volleyball, Basketball und immer wieder Fußball wurden gut dosiert dem bunten Gemisch der mittelalterlichen Männer, Jetzt also Eumel, verabreicht. Allerdings kam nach wie vor keiner daran vorbei, sich an jedem Übungsabend mit gewissen Grundübungen aus dem Geräteturnen auseinander zusetzen. Die Eumelriege wuchs auf 40 Mitglieder. Eine äußerst hässliche ( ? )  Symbolfigur prangte fortan auf dem selbst entworfenen Trikot.

Einmal im Jahr traf man sich zu einem originellen Wettkampf. Es begann mit einem "Werfer - Sechskampf" (Kugel, Handball, Schleuderball, Diskus, Hammer, Speer), dann folgte ein "Springer - Vierkampf" im nächsten Jahr mit Stabhoch-, Hoch-, Weit- und Dreisprung. Zwei Jahre hintereinander wurde jeweils der halbe olympische Zehnkampf angeboten. Auch einige Hallensportfeste einschließlich Schwimmen sind bei den Stamm-Eumeln noch in lebhafter Erinnerung. Nach diesen Wettkämpfen wurde stets zusammen mit den Frauen gefeiert. Gefeiert wurde natürlich auch allein: Die Kohl- und Pinkelfahrten wurden zum festen Bestandteil des Jahresprogramms.

Die Eumel sind heute aus dem Vereinsgefüge nicht mehr wegzudenken. Sie tragen unseren Namen nach draußen durch erfolgreiche Teilnahme an Gerätewettkämpfen und Spielturnieren. Ein tüchtiger Leitungsstab garantiert ein lückenloses Training.

Hermann Voß schrieb viele Jahre lang die bei allen EUMELN bekannte EUMEL- POST, in der über die Aktivitäten der letzten Wochen berichtet wurde. Diese sogenannte EUMEL-Post erhielten und erhalten auch EUMEL, inzwischen als Anhang per E-Mail, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr in Achim wohnen, aber nach wie vor an unserem Geschehen Anteil nehmen. So wird zum Beispiel auch unser CANADA-EUMEL Rolf Hermann informiert, der bei seinen Besuchen in Achim stets an den Übungsabenden teilnimmt und wie selbstverständlich beim Fußballspiel ins Tor geht, als sei er nie weggewesen. Unsere Freunde, die Jedermänner aus Bad Sobernheim, erhalten natürlich ebenfalls regelmäßig die EUMEL-POST, die zurzeit von Erhard Mattern erstellt wird.

Übungszeit: Freitag, 20:00 Uhr – 21:45 Uhr, Sporthalle Gymnasium.