TSV Achim - Newsartikel drucken


Autor: Nico röger
Datum: 14.09.2016


Starker Auftritt im Regionspokal – Lions verpassen Finale nur denkbar knapp

Fast wäre den heimischen Rollstuhlbasketballern am Wochenende in Hannover eine kleine Überraschung geglückt, in der Endabrechnung fehlten ihnen nur wenige Körbe zum Einzug ins Finale des norddeutschen Pokalwettbewerbes.

Acht Teams, vorwiegend aus der Regionalliga, suchten am Samstag und Sonntag in Turnierform einen Sieger und somit Ausrichter der ersten DRS-Pokalrunde auf Bundesebene. Die Achimer, die nach erfolgreich absolviertem B-Lizenz-Lehrgang wieder auf Spielertrainer Nico Röger zurückgreifen konnten, erwischten zwar die etwas schwerere Gruppe, dies schien sie zumindest am ersten Tag aber nur noch zusätzlich zu motivieren.

Nach Ankunft im Sportleistungszentrum der Landeshauptstadt stand gleich das Spiel gegen die körperlich robuste Mannschaft der SG Rostock/Stralsund auf dem Programm. Nach einer Phase des Abtastens und korbarmer erster Halbzeit konnte man sich nach der Pause nach und nach absetzen und einen nicht unbedingt zu erwartenden 33:24(10:6)-Sieg feiern.

Der Kontrahent im zweiten Match am späten Nachmittag hieß Rolling Chairs Isernhagen, die man schon vor Wochenfrist beim Turnier in Wilhelmshaven gleich zweimal deutlich in die Schranken weisen konnte – die Lions also nun in der Favoritenrolle. Dieser wurde man nach einigen Anlaufschwierigkeiten auch gerecht, unterm Strich stand ein verdienter 57:33(23:19)-Erfolg und ausreichend Spielpraxis auch für die „zweite Garde“.

Somit konnte die Mannschaft das gemütliche Beisammensein am Samstagabend mit „weißer Weste“ begehen – und zusätzlich mit dem Wissen, dass man sich am kommenden Morgen aufgrund der Konstellation in der Tabelle gegen die starke Reserve des Bundesligisten Hannover United sogar eine Niederlage mit bis zu acht Punkten leisten konnte. Diesen Zahn wollten die favorisierten und topmotivierten Gastgeber den „Löwen“ im Duell am nächsten Tag allerdings möglichst rasch ziehen. Mit schnellem Spiel zog die junge und sehr eingespielte Hannoveraner Truppe Punkt um Punkt davon und führte bereits zur Pause mit 17:8. Auch nach der Halbzeit änderte sich das Bild leider nicht entscheidend, trotzdem hatte man zwei Minuten vor Schluss bei zwölf Punkten Rückstand theoretisch noch die Chance, das Ergebnis entscheidend zu verringern. Dies ließ der an diesem Tag zu starke Gegner allerdings nicht zu, sondern baute seinerseits den Vorsprung noch aus – das Endergebnis von 36:20 brachte Hannover den verdienten Finaleinzug ein.

„Heute hat man gesehen, was es ausmachen kann, wenn man als Mannschaft eingespielt ist und gut kommuniziert. Hannover ist sicherlich in der Vorbereitung ein Stück weiter als wir, aber ich sehe uns absolut im Soll. Mit dem Auftritt hier an beiden Tagen bin ich zufrieden. Trotzdem ärgern wir uns natürlich etwas über die vergebene Möglichkeit, das Finale zu erreichen.“ – Nico Rögers Fazit vor der Heimfahrt fiel unterm Strich durchaus positiv aus.

Dass der Finaleinzug im Übrigen vermutlich gleichbedeutend mit dem Pokalsieg gewesen wäre, macht der 40:6-Kantersieg Hannovers im Endspiel gegen den Gewinner der Parallelgruppe deutlich…

In den kommenden Wochen bis Saisonbeginn wird es neben intensivem Training auch noch das ein oder andere Testspiel in der Sporthalle Arenkamp geben, unter anderem gegen den Zweitligisten aus Hamburg. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, werden natürlich rechtzeitig  bekanntgegeben. (rc)