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Lions Rollstuhlbasketball

Wissenswertes

Trainingszeiten:

  • Montags: 18:30 - 20:15Uhr Sporthalle Arenkamp
  • Donnerstags: 18:30 - 20:30 Uhr Sporthalle Arenkamp
  • Samstag's nach Absprache

-Anerkannt für ärztliche Verordnungen für Rehabilitationssport (Rollstuhlsport in Gruppen)-

Rollstuhlbasketball Ligaspielbetrieb

Rollstuhl-Basketball unterscheidet sich nur wenig vom "Fußgänger"-Basketball. Das Spielfeld hat die gleiche Größe, auch die Körbe hängen in der gleichen Höhe. Wesentlicher Unterschied sind die unterschiedlichen funktioniellen Einschränkungen der Spieler.

Die Spieler: Zur Mannschaft gehören Spieler mit verschiedenen Behinderungen. Es können auch Nicht- oder Minimalbehinderte (z. B. mit Knieschaden) mitspielen.

Die Mannschaft: Auf dem Spielfeld wird die Zusammensetzung der Mannschaft durch ein Punktesystem geregelt. Ein Spieler wird je nach funktioneller Einschränkung mit Punkten von 1 bis 4,5 klassifiziert. Auf dem Spielfeld dürfen 5 Spieler zusammen nicht mehr als 14,5 Punkte haben.

Im Team sind Spieler mit verschiedenen Beeinträchtigungen und Einschränkungen und mit unterschiedlichen Anlagen (Übersicht, Aufbauposition, Wurfstärke, Schütze, Körpergröße, Centerposition etc.). Dies ist optimal in den Trainingsplan eines Teams zu integrieren und zu berücksichtigen. Wichtig ist außerdem die Ausstattung der Spieler mit einem guten Sport-Rollstuhl, da das fahrerische Können eine der wichtigsten Voraussetzungen ist für die Entwicklung zu einem guten Spieler.

Rollstuhlbasketball ist ein integrativer und inklusiver Sport. Behinderte und nicht Behinderte, Ausländer und Inländer, Männer und Frauen, Jung und Alt treiben diesen Sport gemeinsam.

Gespielt wird nach den Regeln des Internationalen Rollstuhl-Basketball-Verbandes (IWBF) und des Internationalen Basketball-Verbandes (FIBA).

Seinen Ursprung hat Rollstuhl-Basketball in den USA, wo es Ende des Zweiten Weltkrieges von amerikanischen Kriegsveteranen "erfunden" wurde. Seine weitere Entwicklungsgeschichte in Europa, vor allem in Großbritannien, ist eng mit dem Namen Sir Ludwig Guttmann verbunden, der die Spiele für Behinderte ins Leben rief.

Die Sportart ist seit 1960 paralympisch.

Funktionale Klassifizierung

Wichtigster Unterschied zum Basketball der Nichtbehinderten ist die Klassifizierung, die allen Spielern unabhängig von ihrem Ausmaß an Körperbehinderung die Teilnahme ermöglicht. Die Klassifizierung erfolgt aufgrund von sportmotorischen Tests, spielspezifischen Techniken und medizinischen Untersuchungen in acht Punkteklassen (1 bis 4,5 in 0,5-Punkte-Schritten). Die Behinderungen reichen von einer stark eingeschränkten Rumpfaktivität (1 Punkt) bis hin zur völligen Bewegungsfreiheit im Rollstuhl (4,5 Punkte). Ein Team besteht aus 5 Feldspielern, die zusammen höchstens 14,5 Punkte erreichen dürfen. So ist auch eine angemessene Quote von schwerer Behinderten immer vertreten.

Der nachfolgende Überblick erläutert grob die Kriterien für die Zuordnung der Spieler/Spielerinnen in die einzelnen Punktkategorien:

1-Punkte-Spieler können die Beine nicht bewegen und nur geringe oder gar keine Rumpfkontrolle ausüben. Die Sitzbalance ist sowohl vorwärts als auch seitwärts deutlich behindert und sie benutzen die Arme, um in eine aufrechte Position zurückzukehren, wenn sie die Balance verloren haben. Diese Spieler verlieren in Kontaktsituationen ihre Balance und rebounden in der Regel über dem Kopf mit einer Hand.

2-Punkte-Spieler besitzen in der Regel keine Beinfunktionen, verfügen aber teilweise über eine Rumpfkontrolle nach vorne. Sie verfügen nicht über freie Seitwärtsbewegungen oder eine Torsion. Sie besitzen begrenzte Sitzstabilität in Kontaktsituationen, dabei greifen oft die Hände an den Rollstuhl oder an die Oberschenkel, um bei Kollision aufrecht zu bleiben.

3-Punkte-Spieler verfügen über gewisse Beinfunktionen und über normale Rumpffunktionen beim Beugen nach vorn bis zum Boden, beim Aufrichten sowie etwas Rumpftorsion. Die Spieler haben keine gute Rumpfstabilität zur Seite; sie sitzen jedoch stabiler in Kontaktsituationen und können ohne Mühe mit beiden Händen über dem Kopf rebounden.

4-Punkte-Spieler besitzen normale Rumpffunktionen, aber aufgrund von gewissen Schwächen in den Beinfunktionen sind sie nicht in der Lage, nach beiden Seiten in gleicher Weise kontrollierte Rumpfbewegungen auszuführen. Stabil bei Rollstuhlkontakt und beim Rebound, mit normalen Vorwärts- und Torsionsbewegungen.

4,5-Punkte-Spieler sind die am wenigsten behinderten auf dem Spielfeld. Gewöhnlich besitzen sie nur geringe Einschränkungen an den Beinen oder eine einseitige Unterschenkel-Amputation. Ihnen sind normale Rumpfbewegungen in alle Richtungen möglich und sie sind sehr stabil in allen Kontaktsituationen.

Es gibt Spieler, die nicht genau in eine der Kategorien des Klassifizierungssystems passen. In diesen Fällen kann der Klassifizierer einen halben Punkt zu einer bestimmten Klasse hinzufügen bzw. abziehen. Dadurch entstehen Spieler-Bewertungen von 1,5 Punkten, 2,5 und 3,5 Punkten. Die Mannschaftsgesamtpunktzahl von 14,5 darf aber dennoch nicht überschritten werden.

Regelwerk (Identisch wie beim Fussgänger-Basketball)

Hier die wichtigsten Regeln: Das Regelwerk besitzt trotz der Eigenständigkeit dieser Sportart große Übereinstimmung mit den Regeln der "Fußgänger". Hier die wichtigsten Regeln:

Spielmodus: Die Spieldauer beträgt 4 x 10 Minuten effektiv. Nach dem ersten und dritten Viertel wird eine zweiminütige, nach dem zweiten Viertel eine fünfzehnminütige Pause eingelegt.

Dribbling-Regel: Zwei ein- oder beidseitige Züge mit dem Rollstuhl darf ein Spieler mit dem Ball auf den Knien oder in der Hand machen, ehe der Ball gedribbelt, gepasst oder geworfen werden muss. Eine "Doppel-Dribbling-Regel" gibt es nicht.

Foul-Regelung: Bei den Fouls gibt es ebenfalls keinen Unterschied. Nach dem 5. Foul, bzw. dem 2. Unsportlichen Foul, hat sich ein Spieler ausgefoult. Ab dem fünften Mannschaftsfoul je Viertel erhält das gegnerische Team zwei Freiwürfe zugesprochen. Es ist nicht jeder Kontakt untersagt, jedoch darf nicht, wie beim Rollstuhlrugby, zurückgehalten und nachgedrückt werden

Spielergebnis: Ein Unentschieden bewirkt solange eine Verlängerung um jeweils fünf Minuten, bis eine Entscheidung gefallen ist.

Technische Anforderungen für Rollstühle: Der Basketballrollstuhl darf eine maximale Sitzhöhe von 53 cm nicht überschreiten. Der Raddurchmesser darf 28 Zoll nicht überschreiten. Die Räder sind mit einem einzigen Greifring ausgestattet. Das vorderste Element des Stuhls (Rahmenstange oder Fußbrett) darf maximal 11 cm hoch sein. Bremsen sind nicht erlaubt. Verstöße gegen die technischen Anforderungen an den Rollstuhl führen zum Ausschluss des Sportgeräts. Vor dem Spiel werden die Basketballrollstühle beim "Line-up" durch den Schiedsrichter überprüft.

Schiedsrichter: Überwiegend kommen die Schiedsrichter aus dem Spielbetrieb des "Fußgänger"-Basketballs. In speziellen Fortbildungen des Deutschen Rollstuhlsportverband (DRS) werden die Besonderheiten des Rollstuhlbasketballs, besonders bei Foulsituationen, vermittelt

Spielbeschreibung

Teams: Eine Mannschaft besteht aus höchstens 12 Spielern, die in einem Spiel eingesetzt werden können. Fünf Spieler einer Mannschaft müssen während des Spiels auf dem Spielfeld sein und können ausgewechselt werden.

Hochball: Einen Hochball gibt es nur zu Beginn des Spiels. Bei allen weiteren Hochballsituationen (auch Viertelbeginn) erfolgt im Wechsel der Einwurf von der Seite. Ein Richtungspfeil auf dem Kampfgerichtstisch zeigt das Einwurfsrecht an.

Ziel des Spieles ist es durch Treffen des Korbes mit dem Spielball die meisten Punkte zu erzielen. Die Treffer werden dabei folgendermaßen gewertet:

·         Ein Treffer bei einem Freiwurf zählt einen (1) Punkt 

·         Ein Treffer innerhalb der Dreipunktelinie zählt zwei (2) Punkte

Jedes Team hat jeweils 24 Sekunden Zeit einen Korb zu erzielen. Gelingt es innerhalb dieser Zeit nicht den Ball zumindest gegen den Ring zu spielen, dann geht das Spielrecht an die gegnerische Partei über.

Das Spielfeld (18 x 25 m) und die Korbhöhe (3,05 m) entsprechen den Angaben im Nichtbehinderten-Basketball, weshalb hohe Anforderungen an die Wurftechnik gestellt werden.

Es ist dem Spieler nicht erlaubt, während des Spieles die Spielfläche mit seinen Füßen zu berühren. Der Ball muss binnen 8 Sekunden in der anderen Feldhälfte sein und die 3 Sekundenregel (der Spieler darf nicht länger als 3 Sekunden in der gegnerischen Zone bleiben) gilt, wie beim herkömmlichen Basketball. Ausnahme ist, wenn der Spieler in der Zone in einer Wurfbewegung ist bzw. die Hände oben hat.

·         Ein Treffer außerhalb der Dreipunktelinie zählt drei (3) Punkte