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Rollstuhlbasketball Achim Lions 10.02.2017 von Nico röger

SG Lions I: Zu wenig Kraft gegen starke Gegner

Rollstuhlbasketballer der SG Achim/Oldenburg sind mit einem dezimierten Kader chancenlos

 

10.02.2017 Weserkurier

 
Rollstuhl-Basketball 2. Budesliga © FOCKE STRANGMANN
Achims Michael Wilker kam in den beiden Partien gegen Emsland und Hannover auf insgesamt 20 Punkte. (FOCKE STRANGMANN)

„Wir mussten die Reise leider dezimiert antreten“, bedauerte der spielende Lions-Trainer Harald Fürup. „Natürlich sind wir auch auf starke Gegner getroffen, aber wir waren halt nur zu sechst. Deshalb hat in beiden Begegnungen die Kraft gefehlt.“ Sowohl gegen die Emsland Rolli Baskets als auch im Anschluss gegen Hannover United habe die Mannschaft nichts entgegenzusetzen gehabt, sagte Fürup, der gegen Emsland zwei Punkte und gegen die Landeshauptstädter keine Zähler markierte. „Im Grunde war in beiden Spielen nach dem ersten Viertel alles gegen uns gelaufen.“

Der Coach der SG Achim/Oldenburg wolle zwar nicht behaupten, dass seine Mannschaft mit vollem Kader siegreich aus dem Spieltag gegangen wäre, „doch wir hätten die Begegnungen wesentlich offener gestalten und vielleicht eine Partie gewinnen können.“ Allzu lange wollen sich die Lions aber nicht über die Pleite ärgern. „Wir müssen das jetzt schnell abhaken und nach vorne schauen“, sagte Harald Fürup. 

Ihre beiden letzten Saisonspiele bestreitet die SG am 12. März. in Oldenburg und dort empfangen die Lions an diesem Tag Hannover United II sowie die Kieler Wheeler.

Rollstuhlbasketball Achim Lions 06.02.2017 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Lions Heimspieltag am 19.02.2017

Rollstuhlbasketball-Oberliga

Erfolgreicher Saisonbeginn für die TSV Achim Lions

Damit hatte wohl niemand im Umfeld der Achimer Rollstuhlbasketballer gerechnet. Das vor der Saison personell und strukturell neu aufgestellte Team, das seine erste Spielzeit unter den Vereinsfarben des TSV Achim bestreitet, konnte bisher überaus positiv überraschen. Nach diversen Spielerabgängen und dem gesundheitsbedingten Ausscheiden von Urgestein Willi Steding wusste niemand so richtig, wo man sich im Vergleich mit der Oberliga-Konkurrenz befindet. Nico Röger, der wieder das Ruder übernommen hat und die Lions in eine erfolgreiche Zukunft führen will, ist es bisher aber mehr als gut gelungen, trotz dünner Spielerdecke das Optimale aus seinem Team herauszuholen. Nach vier absolvierten Spielen verfügen die „Löwen“ immer noch über die sog. weiße Weste, die sie auch am nächsten Spieltag bewahren wollen.

„Vier Siege in den ersten vier Spielen habe auch ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Allerdings sollte man das auch nicht zu hoch hängen, wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns. Gerade unsere beiden Gegner des kommenden Heimspieltages haben es uns in den Hinspielen sehr schwer gemacht und immer wieder unsere Defizite aufgezeigt. Auch wenn wir die Begegnungen gewonnen haben, sehe ich uns nicht unbedingt als Favorit – wenn jeder Einzelne sein Bestes gibt und wir als Mannschaft zusammenspielen, ist mir aber auch nicht bange. Wir spielen zu Hause, da wollen wir den Ton angeben.“

Ob die heimischen Rollstuhlbasketballer weiterhin verlustpunktfrei bleiben, wird sich am

Sonntag, 19. Februar 2017, ab 11.00 Uhr in der Sporthalle Arenkamp

zeigen. Erster Gegner ist die Truppe von Blau-Weiß Buchholz, die man im Dezember nach hartem und intensivem Kampf mit 51:44 bezwingen konnte. Beim Kontrahenten bestimmen der ehemalige Bundesligaspieler Thomas Erdrich mit seinen beiden Söhnen das Geschehen auf dem Feld, wovon man sich im Hinspiel ein eindrucksvolles Bild machen konnte. „Die müssen wir nach Möglichkeit aus der Zone raushalten, was uns sicherlich nicht immer gelingen wird. Wichtig ist, dass wir den Kampf annehmen. Ich erwarte wieder ein sehr enges Spiel.“, so Röger gedämpft optimistisch.

Nachdem sich mittags die beiden Gastmannschaften duellieren, geht es für die TSV Achim Lions um 15.00 Uhr weiter gegen die SG Rostock/Stralsund 2. Die Ostseestädter verfügen über einen sehr großen Kader, besitzen eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. „Man darf gespannt sein, mit welcher Mannschaft sie sich auf die Reise machen. Sicher haben die auch den ein oder anderen Regionalliga-Akteur dabei. Aber wir wollen uns nicht am Gegner orientieren, sondern unser eigenes Spiel aufziehen.“ In der Hinrunde konnten die Lions einen 58:48-Erfolg in der Ostsee-Arena feiern. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Besonders mit ihren schnellen Fastbreaks haben sie das Spiel lange offen gehalten, bevor wir uns zum Ende hin etwas absetzen konnten.“, hat Nico Röger nicht nur positive Erinnerungen an die Partie.

Ganz besonders hofft der Spielertrainer wieder auf zahlreiche Unterstützung der Lions-Fans. „Das könnten wirklich knappe Auseinandersetzungen werden. Da kann jeder einzelne Zuschauer wichtig sein, der uns anfeuert. Im Gegenzug versprechen wir, alles zu geben und möglichst attraktive Spiele zu bieten.“

Der Eintritt ist wie immer frei und für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt – wir sehen uns! (rc)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 02.02.2017 von Nico röger

SG Lions I: Korbjäger erobern ersten Tabellenplatz in der Regionalliga

Mit zwei Siegen beim Auswärtsspieltag in Langenhagen haben die Lions I die Tabellenspitze in der Regionaliga Nord übernommen. Das Team von Trainer Harald Fürup setzte sich zunächst gegen die BG Baskets III aus Hamburg knapp mit 53:51 durch und landete danach einen 65:29-Kantersieg gegen Gastgeber RSG Langenhagen.

„Ein hartes Stück Arbeit, ein Zittersieg“, meinte Fürup nach dem packenden Duell mit der BG, gegen die seine Auswahl im Hinspiel noch locker gewonnen hatte (71:33). Diesmal konnte der Gegner aber auf Nikolaus Classen bauen, während bei den Oldenburgern Kapitän Nils Röbke-Stadtsholte, Nicolas Röger und Frank Lösekann fehlten.

Nach schnellem 2:11-Rückstand rüttelte Fürup seine Akteure in einer Auszeit wach. Danach erzielten insbesondere Alexander Roggelin sowie Cem Seker viele Korberfolge. Auf der anderen Seite punktete Classen gnadenlos und sorgte für eine 31:30-Halbzeitführung der BG, die auch vor dem letzten Viertel knapp vorn lag (41:40).

Im Schlussabschnitt leistete sich die Fürup-Auswahl einige unnötige Fouls. „Glücklicherweise nutzten die Hamburger ihre Freiwürfe nicht“, meinte der Trainer, dessen Team letztlich die besseren Nerven bewies. „Jeder einzelne hat alles gegeben, als Team haben wir gewonnen“, sagte Fürup, der im zweiten Spiel des Tages gegen das punktlose Schlusslicht keine weitere Zitterpartie erleben musste. (ss)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 17.01.2017 von Nico röger

SG Lions I: Zwei Siege zum Jahresbeginn in der Regionalliga-Nord

Zum Ersten Heimspieltag der Regionalliga Saison empfingen die Lions die Emsland Rolli Baskets sowie die Spielgemeinschaft Rostock/ Stralsund.

Im ersten Spiel des Tages ging es ins Derby gegen die Emsländer, die bis dato ungeschlagen waren. Beide Mannschaften begannen nervös und unkonzentriert, ließen viele Chancen liegen und spielten weit unter ihren Möglichkeiten. Dennoch konnten sich die Lions bereits im ersten Viertel ein kleines Polster schaffen und gingen mit einer 11-4 Führung in die zweiten zehn Spielminuten. Hier bot sich ein ähnliches Bild wie zuvor. Weiterhin erspielten sich die Lions gute Chancen, um sie dann unterm Korb zu vergeben. Mit einer 21-10 Führung und aufrüttelnden Worten des Trainers ging es in die zweite Spielhälfte. Hier war es nun vor allem der heutige Kapitän der Mannschaft Michael Wilker, der mit 10 seiner insgesamt 15 Punkte die Lions im Spiel hielt und den Vorsprung verteidigte. Mit 33-20 begann das letzte Viertel, wo nun besonders Alexander Roggelin punktete und die Oldenburger mit 43-31 schließlich als Sieger den Platz verlassen konnten. „Ein echter Arbeitssieg, nicht schön anzugucken. Zum Glück waren wir bei den Korbversuchen die letztlich bessere der schlechten Mannschaften“, so Trainer Fürup kurz nach Spielende.

 

Im zweiten Spiel setzte sich die SG Rostock/ Stralsund mit 46-36 gegen die Emsland Rolli Baskets durch.

 

Im letzten Spiel trafen die Gastgeber nun auf die Spielgemeinschaft aus Rostock/ Stralsund. Hoch motiviert gingen die Lions in dieses Spiel, wollten sie doch unbedingt Revanche für die hohe Niederlage im Hinspiel.

Durch eine veränderte Starting Five sollten die Center dieses Mal besser ins Spiel gebracht werden. Die Umstellung zeigte Erfolg: von Beginn an waren die Lions aggressiv und nutzten ihre Chancen, allen voran wieder Michael Wilker. Über eine 10-6 Führung (5.) endete das erste Viertel mit 20-14 für die Oldenburger. Im zweiten Viertel hielten die Lions Konzentration und Schnelligkeit hoch, legten in den nächsten 5min einen 14-0 Zwischenspurt hin und gingen mit einer 43-24 Führung in die Halbzeitpause. Das dritte Viertel knüpfte nahtlos an die erste Halbzeit an. Die Center Röger, Roggelin und Wilker trafen weiterhin fast nach Belieben, dem Gegner wurde keine Chance gelassen. Mit 68-36 ging es in die letzten 10 Spielminuten. Nun wechselte Trainer Fürup durch, was im Spiel der Oldenburger aber keinen Bruch verursachte. Weiterhin trafen die Lions gut, erhöhten den Vorsprung von 72-38 (32.) über 81-44 (36.) auf das Endergebnis von 87-46. „Das war ein wirklich gutes Spiel meiner Mannschaft und endlich haben wir mal richtig gepunktet. Sogar den direkten Vergleich von 27 Pkt. konnten wir uns im Duell gegen Rostock/ Stralsund mit diesem verdient hohen Sieg sichern“ freute sich Fürup am Ende des Tages. (SS)

Rollstuhlbasketball Achim Lions 09.01.2017 von Nico röger

Ein Vorreiter geht in den sportlichen Ruhestand

Wilfried Steding holte die Sportart nach Achim und nutzte somit seinen Schicksalsschlag positiv
 

Mister Rollstuhlbasketball

06.01.2017

 
Wilfried Steding, Behindertensportler © FOCKE STRANGMANN
Wilfried Steding war jahrelang beim TSV Achim tätig und blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück. (FOCKE STRANGMANN)

„Ich hatte eine Sehnenverletzung an der Schulter. Das ist ein bekanntes Problem bei Rollstuhlbasketballern. Nach meiner Operation im März 2016 stand der Entschluss aufzuhören endgültig fest“, erzählt der 60-Jährige. Spulen wir aber erst mal paar Jahre zurück. Der gebürtige Bremer und „Sportverrückte“ – so wie er sich des Öfteren gerne selbst bezeichnet – spielte früher für den TB Uphusen Fußball. Im Alter von 23 Jahren erhielt er die Schockdiagnose: Myelitis, eine Entzündung im Rückenmark. „Ich war noch auf einer Feier und irgendwann begannen die Schmerzen. Sie waren so unerträglich, dass ich am nächsten Tag ins Krankenhaus gefahren bin“, erinnert sich Steding. Durch einen Virus breitete sich die seltene neurologische Erkrankung aus und zwang den damals noch jungen Sportler 18 Monate später in den Rollstuhl.

Das hielt ihn aber nicht davon ab, weiterhin Sport auszuüben. Im Behindertensportverein Achim (BSV) lernte er 1982 zunächst das Bogenschießen. Zu diesem Zeitpunkt war das Angebot für beeinträchtigte Sportler begrenzt. Zur Auswahl gab es lediglich Sitzball, Prellball und Tischtennis. Nebenbei spielte Wilfried Steding drei Jahre lang Rollstuhlbasketball in Oldenburg und lief mit seiner Mannschaft unter anderem in der 2. Bundesliga auf. Irgendwann wurde es ihm aber zu stressig, und er wollte eine Mannschaft in Achim aufbauen. „Meine ganze Woche war verplant, und die Fahrerei nach Oldenburg hat viel Zeit in Anspruch genommen“, erzählt Steding.

Zur Saison 1988/89 gründete er daher eine Punktspielmannschaft im Rollstuhlbasketball beim TSV Achim. Zur Mannschaft gehörten nicht nur Querschnittsgelähmte. Alle Behinderungsarten waren zugelassen, wobei alle sich nur im Rollstuhl fortbewegen durften.

„Der Anfang war schwierig. Wir haben viele Niederlagen kassiert“, erinnert sich der nun ehemalige Spartenleiter. Neben seinem Posten als Trainer war er auch gleichzeitig als 1. Vorsitzender beim BSV vertreten. Vier Jahre später durften dann auch Nichtbehinderte Rollstuhlbasketball spielen. „Sie waren sowieso als Begleitperson immer dabei, und man kriegt ja nicht immer eine Mannschaft zusammen. Daraufhin haben wir beschlossen, unser Angebot zu erweitern“, schildert der 60-Jährige. Die Zugänge häuften sich, und die Lions eröffneten zur Saison 93/94 eine zweite Mannschaft. Nachdem Gerhard Tchorz seinen Posten als Übungsleiter der Ersten übernommen hatte, trainierte Steding eine Zeit lang die Zweitbesetzung der Achimer.

Nebenbei kümmerte er sich auch immer wieder um organisatorische Dinge. „Ich habe viel Zeit und Herzblut in die Angelegenheit gesteckt. Es hat mir einfach Spaß gemacht“, berichtet Steding. Sein persönlicher Höhepunkt ist nicht allzu lange her. In der Saison 13/14 stiegen die Lions als Nachrücker in die 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga Nord auf. „Es war eine besondere Herausforderung für mich. In dieser Zeit habe ich lediglich an zwei Partien teilgenommen, da ich den jüngeren Spielern den Vortritt lassen wollte“, sagt Steding. Er hielt sich im Hintergrund und kümmerte sich um das Sponsoring und die Organisation. „In dieser Zeit sind wir ziemlich weit gefahren, zum Beispiel nach Jena und nach Zwickau. Damit man alles unter einem Hut bekommt, habe ich mich hauptsächlich darauf konzentriert“, erzählt Steding. Ein weiterer besonderer Moment in seiner Laufbahn sei die Teilnahme am DRS-Pokal gewesen. „Durch den Gewinn des Regionalpokals Nord waren wir in der ersten Runde dabei. Das war schon aufregend, gegen Mannschaften aus der 1. Bundesliga zu spielen.“

Seine Arbeit im Behindertensport bereitete ihm immer wieder große Freude. Umso wichtiger sei es ihm, dass diese Sportart mehr Anerkennung bekommt. Die Vereine werden meistens durch Sponsoren finanziert, das war nicht immer so. „Früher haben die Krankenkassen auch noch etwas dazu beigesteuert. Heutzutage tun sie es kaum noch. Sie begründen es damit, dass der Sport nicht als Hilfsmittel diene oder gesundheitsfördernd wirke. Ich sehe das anders“, schildert Steding. Dem BSV ginge es aber gut. Auch die Entwicklung von früher zu heute sei für den Rentner positiv. Gerade hier in Achim und umzu gebe es ein breites Spektrum an Angeboten für den Behindertensport.

Auch wenn er dem Rollstuhlbasketball unter anderem wegen seiner Verletzung den Rücken kehrte, hat er – mal wieder – einen Weg gefunden, sich weiterhin sportlich zu betätigen. „So ganz ohne geht es natürlich auch nicht. Ich fahre jetzt öfters Rad, beziehungsweise Handbike“, berichtet der 60-Jährige. Auch wenn der Schritt nicht einfach gewesen sei und Steding das ganze Drumherum vermissen würde, sei er froh, jetzt häufiger Zeit mit seiner Frau zu verbringen. „Sie hat in den letzten Jahren viel mitgemacht, und ich kann von Glück reden, dass ich so eine tolle Frau habe“, erzählt er und grinst dabei. Trotz seines Schicksals blieb und bleibt Wilfried Steding immer positiv und löst die Probleme auf seine Art – sportlich.

„Ich habe viel Zeit und Herzblut in die Angelegenheit gesteckt.“ Wilfried Steding

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