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Rollstuhlbasketball Achim Lions 12.02.2018 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Achim Lions nicht zu stoppen

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Rollstuhlbasketballer mit zwei Kantersiegen in Buchholz

Der Sekt kann schon kaltgestellt werden, muss aber vorerst noch im Kühlschrank bleiben. Die Rollstuhlbasketballer des TSV Achim sind nach zwei deutlichen Erfolgen am vergangenen Samstag zwar rechnerisch am letzten Doppelspieltag noch von der Tabellenspitze der Oberliga Nord zu verdrängen, so recht daran glauben mag allerdings niemand. 20:0 Punkte und ein überragendes Korbverhältnis sprechen für sich, in der Nordheide wurde zuerst Gastgeber Blau Weiß Buchholz mit 67:18 und anschließend die Mannschaft des MTV Braunschweig mit 70:27 im wahrsten Sinne des Wortes überrollt.

 „Das war heute ein wirklich runder Spieltag. Wir wurden zwar nicht bis aufs Letzte gefordert, aber dadurch ergab sich für uns die Möglichkeit, unser Mannschaftsspiel – auch mit wechselnden Konstellationen auf dem Feld – weiter voranzutreiben. Dies hat mit wenigen Abstrichen recht gut geklappt.“ gab ein zufriedener Teamchef Nico Röger später zu Protokoll. Im ersten Match gegen die Buchholzer, die sich abgeschlagen am Ende des Klassements befinden, verliefen lediglich die Anfangsminuten etwas holprig, Mitte des ersten Viertels lagen die Lions mit 5:6 zurück, um dann dank besserer Kommunikation und gesteigerter Konzentration bis zur Halbzeit mit einen beeindruckenden 24:0-Lauf zu antworten. Mit dem daraus resultierenden 29:6-Vorsprung konnte man nun etwas Kräfte sparen für die anschließende zweite Begegnung, über 41:12 (30.Minute) wurde relativ locker der hohe 67:18-Erfolg herausgeworfen, im letzten Viertel hatte der Gegner nichts mehr dagegenzuhalten.

Im Anschluss hatte man auf Seiten der Weserstädter eigentlich ein härteres Stück Arbeit erwartet, stellte das Braunschweiger Team die Lions im Hinspiel phasenweise doch vor einige Probleme. Doch am heutigen Tage lief beim sonst kampfstarken und treffsicheren Kontrahenten kaum etwas zusammen. Der 25:1-Zwischenstand (12.) erstaunte selbst Achims Routinier Torsten Steinhardt, der sich noch gut an das erste Aufeinandertreffen erinnern konnte: „Da haben wir uns ganz schön verrückt machen lassen von der aufkommenden Gegenwehr der Braunschweiger, davon war heute nichts zu spüren. Wir haben trotz der klaren Führung konzentriert unser Spiel aufgezogen und lediglich im letzten Viertel, in das es mit einem 55:15-Vorsprung ging, etwas die Zügel schleifen lassen.“ Der Endstand von 70:27 schließlich spricht eine klare Sprache über die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett.

Gelöste Stimmung also bei den Achimer Korbjägern, nun hat man sechs Wochen Zeit, sich in aller Ruhe auf das “Grande Finale“ Ende März in eigener Halle vorzubereiten. Eigentlich sei es ganz gut, dass die letztendliche Entscheidung über Meisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga noch aussteht, findet Lions-Pressewart Roland Christmann: „Dieser Umstand wird die Spannung im Training hochhalten, am 25.03. wollen wir schließlich gemeinsam mit unseren Anhängern feiern. Mit der SG Rostock/Stralsund und dem RSC Oldenburg sind dann die drei stärksten Teams am letzten Spieltag bei uns versammelt. Die Ostseestädter werden ihre kleine Chance, uns in letzter Sekunde vom Thron zu stoßen, nutzen wollen und für die Oldenburger geht es nach aktuellem Stand der Dinge immerhin noch um die Vizemeisterschaft, sie könnten das Zünglein an der Waage spielen. Wir garantieren drei spannende und hochklassige Begegnungen – nach Möglichkeit mit dem besseren Ende für uns.“ (rc)

TSV Achim Lions: Röger(52 Punkte), Wilker(38), Christmann(23), Wetjen(12), Schwarmann(8), T.Steinhardt(4), Albrecht, Tchorz, Geier