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Rollstuhlbasketball Achim Lions 05.12.2017 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Souverän, aber bescheiden

 
Sport: Oberliga Rollstuhlbasketball Achim Lions - RSC Oldenburg
Nico Röger (links) und seine Rollstuhlbasketballer des TSV Achim überzeugten auch am zweiten Spieltag in der Oberliga. Gegen Hannover United III und gegen den RSC Oldenburg siegten sie deutlich. (Björn Hake)

Die Rollstuhlbasketballer des TSV Achim haben auch am zweiten Spieltag vor heimischen Publikum in der Oberliga Nord zwei souveräne Siege eingefahren und stehen nun in der Tabelle mit 8:0 Punkten auf Platz eins. Nachdem zuerst das Team von Hannover United III deutlich mit 16:54 (12:23) den Gastgebern unterlag, gab es im zweiten Spiel des Tages ein 60:41 (30:23)-Erfolg im Derby gegen den RSC Oldenburg.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wurde die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt von Beginn an dominiert. Zur Halbzeit stand es für die Achimer Lions bereits 23:12. „Hannover gehört zu den Nachwuchstruppen in der Liga. Da wir körperlich und von der Bank her besser besetzt sind, hat man den Unterschied schon gemerkt“, sagte TSV-Spielertrainer Nico Röger. Dennoch habe sich das Team aus Hannover unter Wert verkauft. „Sie haben sich zu sehr auf Oldenburg ausgeruht. Normalerweise sind sie besser“, erklärte Röger.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte das Team aus Achim einen kleinen Moment gebraucht, um wieder ins Spiel zu finden. Das kleine Leistungstief war aber nur von kurzer Dauer, sodass auch das dritte und vierte Viertel mit 15:2 und 16:2 ohne große Gegenwehr an die Lions gingen. Ein bisschen Kritik gebe es aber dennoch vom Coach. „Gerade bei so einem Gegner wird man mit der Zeit etwas nachlässiger und verliert ab und an die Konzentration. Im Großen und Ganzen haben wir das aber gut gemacht“, sagte Nico Röger.

Nach einer etwas längeren Pause kam es um am Sonntagnachmittag zum Derby gegen den RSC Oldenburg, das die Achimer mit Spannung erwarteten. Bis zum vergangenen Sommer hatten die beiden Vereine noch eine Spielgemeinschaft gebildet. Nun traten sie in der Halle am Arenkamp gegeneinander an. Großartige Spannung war nicht zu spüren. Die Teams wirkten gelassen und scherzten miteinander. Als der Pfiff ertönte, wurde es aber ernst.

Im ersten Viertel schenkten sich beide Mannschaften nichts. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, was dem Spielertrainer der Lions gar nicht gefiel. „Zu Beginn waren wir einfach inkonsequent. Wir haben nicht das Spiel gespielt, was wir uns vorgenommen haben“, monierte Nico Röger. Achim verspielte eine 10:5-Führung, sodass die Oldenburger zum Ausgleich kamen (10:10). Martin Steinhardt besorgte wenige Sekunden vor Abpfiff des ersten Viertels das 14:13 für den TSV. 

Zu Beginn des zweiten Viertels wirkten die Gastgeber frischer und konsequenter. „Man hat den Oldenburgern schon angemerkt, dass sie ein Spiel in den Knochen hatten. Unser Vorteil ist einfach, dass wir eine breit gefächerte Bank haben“, erklärte Röger. In der Partie zeigte sich das auch von Minute zu Minute immer mehr. Da die Gäste aus Oldenburg in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug waren, nutzten die Lions die Möglichkeit und bauten ihren Punkteabstand weiter aus.

Im dritten Viertel ließen die Gastgeber so gut wie nichts mehr zu. Vorne waren sie entschlossener und hinten boten sie dem Gegner keine Chance. Fünf Punkte waren es, die die Oldenburger holten. Wohingegen die Achimer mit 20 Punkten ihre Führung ausbauten (50:28). Zwar ließ die Konzentration bei den Lions im letzten Viertel etwas nach, dennoch verließen sie am Ende mit einem 60:41 die Halle als Sieger. „Es war in Ordnung. Dennoch ist es ärgerlich, dass wir nicht von Anfang an konsequent genug waren. Das Ergebnis ist am Ende deutlicher ausgefallen als erwartet“, sagte der Spielertrainer des neuen Tabellenführers aus Achim.

TSV Achim Lions: Wilker (33), Steinhardt (32), Röger (24), Christmann (9), Wetjen (8), Schwarmann (6), Steinhart (2). Albrecht, Jungmann

( 03.12.2017 - Weser-Kurier)