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Archiv - Lions Rollstuhlbasketball

Lions Rollstuhlbasketball 07.03.2017 von Nico röger

TSV Achim Lions I: Es hat einfach nicht sein sollen

SG Oldenburg/Achim II unterliegt Tabellenführer unglücklich mit 55:56

Sie waren ganz nah dran an der großen Überraschung - am Ende fehlte bravourös kämpfenden Rollstuhlbasketballern in der Oberliga Nord gegen den souveränen Ligaprimus aus Isernhagen ein einziger Korb. 55:56(29:29) hieß es nach einem intensiven und kämpferischen Spiel gegen ein Team, das ihre bisherigen Begegnungen zumeist haushoch gewonnen hatte. Im direkten Anschluss an diesen Kraftakt siegten die Achimer Lions mit 48:41(35:19) gegen den Gastgeber BG Hamburg West.

Die Vorzeichen für das Spitzenspiel gegen die Rolling Chairs Isernhagen waren alles andere als gut, mit gerade mal sechs Aktiven ging es am Samstagvormittag auf die Dienstreise in die benachbarte Hansestadt. „Was dann folgte, war ein Paradebeispiel für eine geschlossene Mannschaftsleistung.“, war Spielertrainer Nico Röger nach der ersten Enttäuschung doch zurecht stolz auf sein Team. „Jeder Einzelne hat alles gegeben, für das Team gekämpft und nie nachgelassen. Ein Sieg für uns wäre ebenso verdient gewesen.“ Das macht auch der Verlauf des Spiels deutlich. Nach völlig ausgeglichener erster Hälfte konnte sich der in Bestbesetzung angetretene Tabellenführer zwar nach drei Vierteln mit sechs Punkte leicht absetzen, schnell aber waren die hochkonzentrierten Löwen wieder auf zwei Zähler herangekommen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, auf jeden Treffer der Isernhagener hatte die Röger-Truppe die passende Antwort parat. In der dramatischen Schlussphase verlor dann selbst das Schiedsgericht den Überblick, mit Ertönen der Sirene stand ein 55:55 auf der Anzeigetafel, was am heutigen Tage vielleicht auch das gerechte Ergebnis gewesen wäre. Zum Leidwesen der Achimer klärte sich der Fehler allerdings rasch auf und man musste dem Gegner zum Sieg und damit wohl auch zur Meisterschaft gratulieren.

Anschließend galt es, die Spannung hoch zu halten, folgte nun doch das vermeintlich leichtere Spiel gegen den Tabellenletzten aus Hamburg. Dieses Vorhaben gelang jedoch nur bedingt, mit zunehmender Spielzeit zeigte sich bei fast allen der abgekämpften Lions ein deutlicher Kraft- und Konzentrationsabfall. Gerne hätte Röger, der bezeichnenderweise sämtliche Achimer Körbe in der zweiten Hälfte erzielte, die ein oder andere frische Kraft gebracht, was bedingt durch die dünne Personaldecke am heutigen Tag aber leider nicht möglich war. So schmolz der komfortable Vorsprung von zwischenzeitlich 18 Punkten immer mehr zusammen und man war durch die Bank froh, als auch die fünf letzten Minuten, in denen nur noch die Hamburger einnetzen konnten, vorübergezogen waren. „Unterirdische zweite Halbzeit, da müssen wir unbedingt an unserer Kraft und Kondition arbeiten. Ein anderer Gegner hätte das gnadenlos ausgenutzt.“, so ein zurecht angefressener Röger direkt nach Spielende. (rc)

„Unterm Strich steht ein überaus positiver Eindruck aus dem ersten Spiel. Ende des Monats fahren wir nach Isernhagen zum Rückspiel, da wollen wir es ihnen mindestens genauso schwermachen. Für uns geht es nun um Platz zwei oder drei, damit war zu Beginn der Saison überhaupt nicht zu rechnen. Jetzt wollen wir natürlich das Optimum erreichen.“

TSV Achim Lions II: Röger(65 Punkte), Christmann(14), Schwarmann(14), Geier(6), Tchorz(4), Tiller